Köln

2024 waren wir einige Tage in Köln.
Hotel und Assistenz hatten wir über „Schottland für alle“ gebucht. Der Firmenname ist etwas irreführend, da sich das Angebot nicht auf Schottland beschränkt. Das Unternehmen organisiert weltweit Individual- und Gruppenreisen für Menschen mit Behinderungen. Wir haben in den letzten Jahren auch schon weitere Urlaube mit „Schottland für alle“ gemacht: in Ostfriesland, London, Hamburg, Berlin, Meran und Triest.

Kölner Dom

Die Hauptsehenswürdigkeit in Köln ist natürlich der Dom, der sich direkt neben dem Bahnhof befindet. Er gilt als ewige Baustelle und hatte auch zum Zeitpunkt unseres Besuchs ein Gerüst. Hier sollen die Gebeine der Heiligen Drei Könige bestattet sein.
Da wir uns nicht sehr für Kirchen interessieren, kann ich hier nur auf die Webseite des Kölner Doms verweisen, auf der Infos und Veranstaltungstermine zu finden sind.

Schokoladenmuseum

Der Kölner Dom ist in der Stadt allgegenwärtig und ist uns auch im Schokoladenmuseum, unserer nächsten Station, begegnet: hier wird der Dom aus Schokolade zum Kauf angeboten.
Das Schokoladenmuseum liegt direkt am Rhein. Die Ausstellung zeigt den Weg des Kakaos vom Anbau über den Handel bis zur Herstellung fertiger Schokolade.
Im „Tropenhaus“ – einem Raum, in dem tropische Bedingungen herrschen – kann man Kakaobäume sehen und zum Schluss gibt es beim Schokoladenbrunnen eine Kostprobe.
Wir waren auch schon in den beiden Schokolademuseen in Wien. Diese sind ebenso wie das Kölner Museum sehr informativ und interessant, aber keines kann meiner Meinung nach mit der Zotter Erlebniswelt in der Steiermark mithalten. Bei Zotter gibt es unglaublich viel zu verkosten – nicht nur Schokolade, auch verschiedene Kakaobohnen, flüssige Schokolade, Kakaogetränke und Pralinen. Wenn es mit öffentlichen Verkehrsmitteln von Wien aus besser erreichbar wäre, wäre ich wahrscheinlich öfter dort.
Das Kölner Schokolademuseum bietet auch Führungen an und ich würde empfehlen, den Besuch so zu planen, dass eine Teilnahme möglich ist.

Kölnisch Wasser

Der italienische Parfümeur Johann Maria Farina schuf Anfang des 18. Jahrhunderts in Köln einen neuartigen, frischen Duft. Er nannte ihn nach seiner neuen Heimatstadt „Eau de Cologne“, also „Kölnisch Wasser“. Das Haus Farina gilt deshalb als Geburtsort des Eau de Cologne.
4711 entstand später aus dem Unternehmen von Wilhelm Mülhens. Dessen Familie verwendete lange ebenfalls den Namen Farina, was zu jahrzehntelangen Rechtsstreitigkeiten führte. 1873 wurde Mülhens endgültig untersagt, den Namen Farina für sein Unternehmen zu verwenden. Daraus entwickelte sich schließlich die Marke 4711. Die Zahl 4711 geht übrigens auf die historische Hausnummer zurück, die das Haus von Wilhelm Mülhens in der Glockengasse Ende des 18. Jahrhunderts erhielt.
Wir haben beide Geschäfte besucht und uns durchgeschnuppert. Für die Düfte konnten wir uns nicht begeistern, sehr interessant war aber, einiges über die Geschichte und die Herstellung dieses Produkts zu erfahren. Ich würde sehr empfehlen, eine Führung zu buchen.
Farina Eau de Cologne
Dufthaus 4711

Botanischer Garten

Wir hatten bei unserem Besuch etwas Pech, aber bei Schönwetter ist der Besuch im Botanischen Garten wirklich lohnenswert. Der Eintritt ist kostenlos und man kann bei einem Spaziergang sehr gut entspannen und Pflanzen, Blumen und Bäume bewundern.
Seit kurzem gibt es eine neue Attraktion:
2026 wurden neue Schaugewächshäuser mit mehr als 6.000 Pflanzenarten eröffnet, die in den Tropen oder in Wüsten beheimatet sind. Der Text auf der Webseite macht Lust auf einen Besuch:
„Ein Höhenweg durch das Blätterdach ansteigend bis auf eine Höhe von 5,50 Metern bietet Einblicke in die Baumkronen. Auch der Wasserlauf im Tropenhaus und der canyonartige Wegeverlauf im Wüstenhaus sind spezielle, erlebnisorientierte Gestaltungselemente für die Besucher*innen.“

Podcastfolge über unseren Köln-Besuch

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